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Die Eifersucht ist ein so verbreitetes Gefühl, dass die meisten von uns immer mal wieder mit ihm konfrontiert sind: Man kann es selbst bei sich empfinden, oder man ist die "Zielscheibe" der Gefühle der Eifersucht.
Ihre Anlässe und Ursachen können äußerst vielschichtig sein - manchmal sind es "Zufälle" oder Missverständnisse, die die Eifersucht aufkommen lassen, und dann geht sie auch schnell vorbei. Doch sie kann sich auch wie ein ungebetener Gast fest im Leben einnisten.
Ist Eifersucht ein "schlechtes" Gefühl? Oder gehört sie zur Liebe dazu? Die Meinungen gehen auseinander. Zu lieben bedeutet jedenfalls, Interesse am anderen Menschen zu haben. Und was uns lieb ist, das neigt dazu, uns zugleich auch teuer zu sein. Daraus kann die Sorge entstehen, dass wir es verlieren könnten. Vielleicht ist das sogar ganz natürlich.
Um die Liebe neu zu entfachen, legt manch einer es darauf an, den Partner eifersüchtig zu machen. Er soll sein Interesse zeigen. Doch Liebe ist ein komplexes Gefühl. Es zeigt sich bei verschiedenen Menschen auch auf unterschiedliche Weise. Wer z.B. von sich sagt, dass er keine Eifersucht kennt, der kann trotzdem fähig sein, tiefe Liebe zu empfinden. Das eine muss nicht unbedingt mit dem anderen zusammen auftreten - und ein sehr eifersüchtiger Mensch ist nicht zwangsläufig liebevoll.
Problematisch wird es meist dann, wenn das Gefühl der Eifersucht einen dominanten Platz einnimmt, wenn es überwertig wird. Wenn es die Oberhand übernimmt und mehr und mehr dazu tendiert, das Handeln des Menschen zu regieren. Dann ist die Balance gestört, und das Ziel unserer Arbeit ist, diese Balance wiederherzustellen.
Ob etwas giftig ist oder gesund, hängt oft von der Dosierung ab. So ist es auch mit der Eifersucht. Denn der von Eifersucht Erfüllte fühlt sich ja nicht wohl damit, oft kommt er sich wie getrieben vor und kann sich selbst kaum mehr wiedererkennen. Er ist in diesem Gefühl gefangen, und wir machen uns daran, aus dem Gefängnis hinauszugelangen.
Dabei sind neben der Klärung der Gründe auch verschiedene Methoden hilfreich, die aus dem Mentalen Training stammen sowie aus der Arbeit mit der "Inneren Aufstellung", einer Herangehensweise, in der mit mentalen Repräsentationen von Menschen gearbeitet wird, um den passenden Umgang mit ihnen zu modellieren.
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